Systemaufstellungenen, systemische und lösungsorientierte Therapie

Aufstellungen helfen uns, generationsübergreifende Verstrickungen zu lösen die das Leben sehr
belasten können. Sie sind ein wirksames „Werkzeug“, die Ursachen menschlichen Leidens auf
eine direkte Weise in den Blick zu nehmen und so zu Einsichten zu gelangen, die eine Lösung
ermöglichen.
Erfahrungen mit der Aufstellungsarbeit zeigen, daß die Ursachen schwerer Erkrankungen, von
Unfällen, Beziehungsproblemen und anderer Belastungen des Lebens in Verstrickungen der
Person mit Menschen aus dem Familiensystem zu finden sind. Verstrickungen enstehen, wenn
ein Mitglied der Familie mit einem schweren Schicksal vergessen oder nicht gewürdigt wird,
wenn Jemand ausgeschlossen wird oder sich selbst ausschließt und ein Nachgeborener das
belastende Muster aufgreift und wiederholt. Glaubenssätze, Moralvorstellungen und
Schicksalsschläge, die vor uns Geborene entwickelt und erlitten haben, setzen sich somit fort.
Wenn frühere Paarbeziehungen innerlich nicht abgeschlossen sind und frühere Partner nicht
gewürdigt werden, stört das die jetzige Beziehung erheblich.
Maßgeblich ist unsere Arbeitsweise inspiriert von der lösungsorientierten Kurztherapie Steve de
Shazers. Er schuf eine praktikable Integration der Hypnotherapie Milton Ericksons und der
Arbeit Gregory Batesons. Sie zielt auf die Veränderung von krankmachenden und
lebensfeindlichen Verhaltensmustern und Glaubenssätzen sowie dem Erschließen
lebensbejahender und sinnstiftender Ressourcen. Inspiriert haben uns ebenfalls Fortbildungen
in Hypnotherapie nach Milton Erickson.

Was erwartet Sie?
* Sie fühlen sich im eigenen Leben angekommen und werden frei dafür.
* Sie finden ihren eigenen Platz sowohl in ihrer Herkunfts- als auch Gegenwartsfamilie.
* Sie folgen jetzt mehr der Spur ihrer Seele.
* Sie lösen unbewußte und unheilvolle Schicksalsbindungen.
* Sie geben übernommene Muster, Symptome usw. an die ihnen gehörigen Personen zurück.
* Sie können die Anderen jetzt gut in ihrem Schicksal lassen.
* Ihre Beziehungen und ihre Begegnungen werden harmonischer und entspannter.
* Sie finden ihren rechten Platz im Beruf.
* Teams lernen besser, ressourcenvoller ,efffektiver und entspannter miteinander zu arbeiten.
 
Wie geht`s?
Beim Familienstellen geht es darum, für den hilfesuchenden Teilnehmer einen guten, ihm
gemäßen Platz im Familiensystem zu finden und einzunehmen. Die gewonnenen Einsichten und
die gesammelten Erfahrungen aus der Aufstellung setzen einen für die Seele heilsamen Prozeß
in Gang.
Wir setzen Familienstellen nach Bedarf in der Einzelarbeit (mit Figuren oder Bodenankern) und
unseren Workshops „Dem eigenen Pfad folgen“ ein.
In unseren Wochenendworkshops kommen maximal 12 TeilnehmerInnen in einer Gruppe
zusammen. Zu Beginn der Gruppe machen wir uns einander in der Runde bekannt und hören
aufmerksam die Anliegen an. Dabei ist es unwesentlich Geschichten zu erzählen und Personen
zu beschreiben. Es ist sogar irreführend und beeinflußt die Stellvertreter der Aufstellung
unötigerweise.
Nachdem das Anliegen für die Systemaufstellung klar ist, wird mit uns Therapeuten
entschieden für welche Personen aus dem realen Familiensystem StellvertreterInnnen
gebraucht werden. Die Person wählt dann StellvertreterInnen aus der Gruppe hierfür aus.
In gesammelter und achtsamer Haltung stellt der Klient den jeweiligen Teil seines Systems
auf. Anhand der Bewegungen, Impulse und Rückmeldungen der StellvertreterInnen wird
deutlich, welche Dynamiken wie im System wirken und mögliche belastende Verstrickungen
werden deutlich sichtbar. Es kommt häufig vor, daß sich die StellvertreterInnen spontan
ähnlich verhalten wie die tatsächlichen Mitglieder des Systems. Eine mögliche Erklärung ist,
daß der Klient sein inneres, unbewußtes Abbild des Systems aufstellt und so ein
morphogenetisches Feld wirkt.
Die StellvertreterInnen sind freier und unbelasteter als die tatsächlichen Mitglieder des
aufgestellten Systems, sich in den Rückmeldungen gemäß ihrer Wahrnehmung zu äußern. Sie
können die verborgenen Aspekte eines Systems besser aufdecken und wirken so hilfreich und
unterstützend für den Klienten.
Um zu einer guten Lösung zu kommen, wird das System ordnend umgestellt. Das ist begleitet
von Ritualen oder rituellen Sätzen, die spontan aus der Rückkoppelung der StellvertreterInnen
gefunden werden. Dann werden die StellvertreterInnen wieder achtsam aus Ihren Rollen
entlassen.
Es folgt eine kurze Nachbesprechung und ggf. therapeutische Interventionen zur Integration
des neuen inneren Bildes.
Generell können bei uns aufgestellt werden: die Ursprungsfamilie, die Gegenwartsfamilie,
Krankheiten, berufliche Themen, Teams, Firmen.
 
Literatur:
* Bateson, Gregory; Ökologie des Geistes, Suhrkamp Verlag
* de Shazer, Steve : Das Spiel mit Unterschieden, Auer Verlag
* de Shazer, Steve : Der Dreh, Auer Verlag
* Gilligan Stephen: Liebe dich selbst wie Deinen Nächsten, Auer Verlag
* Hellinger, Bert: Anerkennen was ist, Kösel Verlag
* Hellinger, Bert: Ordnungen der Liebe, Auer Verlag
* Satir, Virginia: Kommunikation-Selbstwert-Kongruenz, Junfermann Verlag
* Schmidt, G: Liebesaffären zwischen Problem und Lösung, Auer Verlag
* Weber, G. & Schmidt, G. & Simon, F.B.: Aufstellungsarbeit revisited, Auer Verlag
* Weber, G.: Zweierlei Glück, die Psychotherapie Bert Hellingers